Stellungnahme der GHG

Die GHG ist sehr enttäuscht über die aktuelle Situation. Die Nichtwahl Pedros war nie ein Anliegen unserer Hochschulgruppe. Seine Kandidatur wurde jedoch durchaus kontrovers diskutiert. Über die fehlenden Konkurrenten zu Pedro darf nicht hinwegtäuschen, dass ein Kandidat nach seinen Leistungen und Einstellungen bewertet wird. Da hat sich bei uns nie ein einheitliches Bild abgezeichnet und dementsprechend wurde auch unterschiedlich abgestimmt.

Wir wehren uns gegen jedwedigen Vorwürfe der Klüngelei. Die Grüne Hochschulgruppe steht für Transparenz und Offenheit, nachzulesen in unserem Blog und zu erleben auf unseren Treffen. Natürlich sind wir mit anderen Hochschulgruppen und Freien StuPa-Mitgliedern vernetzt und pflegen die Kommunikation. Dort entstehen keine geheimen Absprachen sondern dienen, der Willensbildung und des Austausches. Die Vernetzung dient auch gleichzeitig der Vorbeugung von Grabenkämpfen zwischen den Hochschulpolitischen Gruppen. So können wir Themen auch gemeinsam bearbeiten, bei denen es Überschneidungen gibt, so geschehen bei der AStA-Struktur die von GHG, RCDS und Jusos gemeinsam erarbeitet wurde.

An alle Skeptiker und Zweifler können wir nur die Einladung aussprechen uns bei einer unserer Sitzungen zu besuchen und sich selber ein Bild zu machen.

Wertschätzung des AStA

Wichtig ist uns vor allem die Wertschätzung der Arbeit jedes einzelnen AStA und StuPa Mitgliedes. Wir sehen die viele Arbeit, die hinter so tollen Projekten wie das Klima Konzert steht oder wie viel Arbeit die Auseinandersetzung mit der LHG Novellierung bereitet. Allen Referenten haben wir eine hohe Achtung gegenüber ihrer Arbeit.

Zur Wehr setzen wir uns gegen die Aussage, dass Pedro nicht gewählt wurde, weil er eine eigene Meinung hatte. Jeder Referent hat das Recht seine eigene Meinung zu bilden und auch diese im Parlament zu vertreten. Nur muss jedem Referenten bewusst sein, dass dies ein Spannungsfeld ist in dem er sich damit bewegt. Seine Äußerungen werden von jedem Stupisten (zu Recht) bewertet. Die StuPa Mitglieder haben sogar die Pflicht sich mit Äußerungen und Handlungen der einzelnen Referenten zu beschäftigen. Wozu gäbe es sonst den Berichteteil?

Pedro ist also nicht AN seiner eigenen Meinung gescheitert sondern MIT seiner Haltung vor allem dem Bildungsstreik gegenüber. Das wurde von genügend Parlamentariern als Hinderungsgrund für seinen Vorsitz gesehen. Insofern sind wir jetzt mit dieser bedauerlichen Situation

Fragenteil des Webmoritz

Die Diskussion über die Nichtwahl Pedros zum AStA-Vorsitzenden sehen wir als müßig an. Wir müssen uns mit der Situation abfinden und schauen wie wir das Beste daraus machen, ohne das wichtige Themen hinten runter fallen. Natürlich ist auch ein selbstkritischer Umgang mit unserem Vorgehen von hoher Wichtigkeit.

Aus unserer Sicht gab es verschiedene Faktoren, die wahrscheinlich zu der Nichtwahl Pedros zum Vorsitzenden führten. Im Vordergrund stehen da seine geringe Kooperation beim Bildungsstreik und der daraus folgende Ideenkonflikt mit Teilen der Studierendenschaft.

Bei der Führungslosigkeit sehen wir uns selber in der Pflicht. Insbesondere da Vollversammlung, Bildungsstreik und Proteste gegen die Schließung der Lehramtsausbildung anstehen werden wir gefragt sein. Der fehlende AStA Vorsitz darf sich so wenig wie möglich auf die vorgenannten Projekte auswirken und das bedeutet für uns, dass es jetzt darum geht die Kräfte zu bündeln und gemeinsam diese Herausforderung zu meistern und die drei genannten Themen mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und Energie mit den studentischen Vertretern die vorhanden sind, anzupacken!

Wir stellen uns einen AStA vor, der außen wirksam und aktiv handelt. Einen, der auch Aktionen durchführt, die vielleicht in der öffentlichen Meinung kontrovers diskutiert werden. Der AStA soll die Themen schaffen und ihnen nicht hinterherlaufen.

Ein “unabhängiger” Vorsitz ist für uns absolut denkbar. Kandidaten sollten nicht aufgrund ihrer Hochschulgruppenzugehörigkeit gewählt werden, sondern aufgrund ihrer Fähigkeiten, ihres Einsatzes und ihrer Ideen und Vorstellungen! Es müssen jetzt alle Möglichkeiten erörtert werden auch die Möglichkeit jemanden außerhalb des AStAs für die Arbeit zu gewinnen.

Ein gutes Wahlergebnis einer Hochschulgruppe sollte nicht automatisch zu der Forderung führen, dass sie einen Kandidaten aufstellt. Wie schon vorher erwähnt, legitimiert sich ein Kandidat für den Vorsitz durch seine Fähigkeiten. Es liegt in der Verantwortung des gesamten Parlaments auf die Wahlen aufmerksam zu machen und evtl. Interessenten anzusprechen. An diesem Prozess sollten wir alle gemeinsam beteiligt sein!


1 Kommentar

  1. 1. Apfel_sine

    Kommentar vom 19. Mai 2010 um 22:27

    >>Ein “unabhängiger” Vorsitz ist für uns absolut denkbar.<>Ein gutes Wahlergebnis einer Hochschulgruppe sollte nicht automatisch zu der Forderung führen, dass sie einen Kandidaten aufstellt. Wie schon vorher erwähnt, legitimiert sich ein Kandidat für den Vorsitz durch seine Fähigkeiten. << Na das sagt bereits alles.

Einen Kommentar schreiben