Forderungskatalog der LKS – das Bildungsministerium ist in der Pflicht
20. Januar 2012 von Peter | kein Kommentar
Am 17.1.2012 präsentierte die Landeskonferenz der Studierendenschaften (LKS) in Schwerin ihren Forderungskatalog an das Land. Er wurde durch zahlreiche aktive Studierende im Land erarbeitet, stand schon mehrfach in Greifswalder Gremien auf der Tagesordnung und beinhaltet zahlreiche Themen, die auch bei uns eine enorme Bedeutung haben, für die wir uns seit langem engagieren. Die vom Land gewollte Gebührenerhöhung der Studentenwerke war der wichtigste Punkt bei der letzten Vollversammlung, das Thema Lehramt beschäftigt uns seit langem…
Quelle: http://gruenlink.de/5yl
Hinter allem steht aber die Grundsatzfrage “Wie hältst du’s mit den Studierenden?” Die aktuelle Politik des Landes ist geprägt von einer eigenartigen Schizophrenie. Einerseits will es anziehend wirken auf Studierende aus anderen Bundesländern, sind die wachsenden Hochschulen doch eine der wenigen Möglichkeiten, dem Bevölkerungsrückgang entgegen zu wirken. Dass dazu gute Studienbedingungen entscheidend sind, dass wird zwar anerkannt, aber nicht konsequent umgesetzt. Im Zweifel sind die Hochschulen doch zu teuer. Der entscheidende Schritt zu einem guten Verhältnis zwischen Land und Hochschulen fehlt bisher:
Das Land muss anerkennen, dass Bildung zwar Geld kostet, aber dass Investitionen in bessere Studienbedingungen es wert sind. Damit hängt natürlich auch zusammen, dass die Bedürfnisse der Studierenden gewertschätzt werden, wodurch ein gleichberechtigter Dialog zwischen Land und Studierenden unentbehrlich ist.
Hat das Land – und hier insbesondere das Bildungsministerium – diesen Schritt einmal getan, können die Hochschulen in M-V endlich den Anspruch erfüllen, den das Land an sie stellt. Dann wäre es ganz selbstverständlich, dass steigende Studierendenzahlen zu steigenden Zuweisungen für Hochschulen und Studentenwerken führen würden, dass sich auch das Land für studentische Kultur einsetzt, dass… Die Grüne Landtagsfraktion steht erfreulicherweise schon hinter dem Forderungskatalog, weitere demokratische Fraktionen folgen hoffentlich bald. Und wenn der Bildungsminister die Anliegen der Studierenden Ernst nimmt und nicht mehr bloß Kürzungsminister ist, dann wird auch er seinem eigenen Anspruch gerecht.
Den kompletten Forderungskatalog findet ihr hier.
