26 Jahre Tschernobyl
26. April 2012 von Ronja | kein Kommentar
Das Risiko eines Störfalls in einem Atomkraftwerk schätzte mensch vor 26 Jahren noch als verschwindend gering ein. Und wenn was passieren würde so dachte mensch, dann würden die Sicherungssysteme des Unglücks-AKW´s dafür sorgen, dass die Umwelt nicht im hohem Maße kontaminiert werden würde. Doch genau heute vor 26 Jahren ereignete sich im Reaktorblock 4 des ukrainischen Atommeilers Tschernobyl das damals undenkbare. Ein Reaktorunglück mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt bei dem eine Fläche von etwa 218 000 Quadratkilometern, davon liegen weite Gebiete in Russland, Weißrussland und der Ukraine, radioaktiv verseucht wurde. Eine Wolke mit einem radioaktiven Fallout verbreitete sich über weite Teile Europas. Die Atomkatastrophe von Tschernobyl gilt als das erste Unglück was die INES(internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse) Stufe 7, also die höchste Stufe erreichte. Die Anzahl der Opfer wird nie genau ermittelt werden können. Fest steht das die Menschen immer noch mit den Folgen des Reaktorunglücks zu kämpfen haben, denken wir zum Beispiel an die Kinder der Region Gomel in Weißrussland, die überproportional häufig mit Fehlbildungen und Krebs zu kämpfen haben.
Heute gilt es der Opfer zu gedenken und anteilzunehmen am Leid der Betroffenen. Das Unglück hat gezeigt, was die Auswirkungen von blinder Technikgläubigkeit sein können. Es gilt dies nicht zu wiederholen. Deswegen setzen wir uns für den weltweiten, schnellstmöglichen Atomausstieg ein. Wir fordern die Bundesregierung auf die Energiewende effizient und schnellstmöglich (es geht auch vor 2022) umzusetzen und keine ausländischen Atomprojekte mehr zu unterstützen. Zudem fordern wir die EU auf den EURATOM-Vertrag zu aufzulösen und darauf hinzu wirken, dass EU-Mitgliedsstaaten keine Atommeiler mehr gebaut und schon gar nicht suventioniert werden.
